Der Anfang der "Historischen Szenen" zu den Burgfest-Eröffnungen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, den 30. Juni 2008 um 21:36 Uhr

Bereits beim 1. Burgfest 1981 versuchten die Organisatoren, in Anlehnung an den Namen dem Fest einen "historischen Touch" zu geben: von jedem teilnehmenden Verein wurde ein Paar abgestellt; Männlein und Weiblein wurden in historische Gewandes gesteckt, die sich die "Ruländer" in jenen Jahren einmal als Fastnachts-Kostümierung angeschafft hatten. 1986 hatte Klaus Kehrwecker dann die Idee, diese "historische Anlehnung" etwas auszubauen Seine diesbezüglichen Vorschläge stießen bei der Burgfest-AG auf verhaltene Skepsis. Schließlich gaben die Vereinsvorstände doch ihr "okay".

Als Grundlage einer kleinen Spielszene wurde der "Bundschuh-Aufstand" im Grombachtal 1502 herangezogen. Die Szene - die "Landsknechte" rekrutierten sich aus Mitgliedern des sich damals gerade etablierenden Tennisclubs - brachte eine kräftige Bereicherung der Eröffnung. Zwei Jahre später, 1988, wurde Klaus Kehrwecker  selbst in die Reihen der Burgfest-Arbeitsgemeinschaft berufen und hatte Gelegenheit, die Geschichte noch weiter auszubauen: in einer Spielszene mit 3 Aufzügen sorgten über 30 Mitwirkende - darunter die aktiven Turner und Volleyballer des TVO - mit Waffengeklirr und Rebellionsgebrüll für Begeisterung bei den Eröffnungsgasten.

Die "Historischen Szenen" hatten sich als fester Bestandteil des Burgfestes etabliert. Direkter Ausfluss davon waren die großen "Burg- und Bauernspiele", die 1989 zur 1200-Jahr-Feier Premiere hatten: 120 Laienschauspieler in selbstgenähten Kostümen in einem dreieinhalbstündigen Freiluft-Theater. Bis heute wurden insgesamt 8 Spielszenen geschrieben - und aufgeführt. Hervorzuheben ist hierbei, dass es sich bei den Laienschauspielern nicht um eine fest organisierte Truppe handelt - sie findet sich auf freiwilliger Basis alle 2 Jahre wieder zusammen, um die Burgfest-Besucher für einige wenige Minuten in das Leben des spaten Mittelalters zu entfuhren: Landsknechtswesen, Markttreiben, Bundschuh-Aufstand, Gerichtswesen usw. ... Diese Leistung sollte ebenfalls auch einmal mit gewürdigt werden.

Noch weitere historische Elemente wurden ab 2002 mit dem  „Bundschuhlager“ im Schlosspark gesetzt. Besonders auf die Kinder wirkt der Park wie ein Magnet.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 11. Juli 2008 um 06:10 Uhr
 
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